Frauen im Business: Stimme oder Stimmchen?

 In Sonstiges

Der erste Eindruck zählt und bleibt meist auch – doch was, wenn statt souveräner Frauenstimme nur ein kindliches Stimmchen oder ein piepsiges Gesäusel ertönt?
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen umfasst der natürliche Stimmumfang ca. zwei Oktaven. Die Informationsstimme, mit der wir entspannt und sachlich informieren, liegt eher im unteren Drittel. Emotionen werden mit einer höheren Stimmlage ausgedrückt.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit schenken wir tiefen, wohlklingenden Stimmen. Frauenstimmen sind generell höher als Männerstimmen, klingen deshalb häufig emotionaler und haben es deutlich schwieriger als Männerstimmen, Souveränität und Kompetenz auszudrücken.

Erschwerend hinzu kommt, dass Anspannung, Aufregung und Unsicherheit unsere Stimmen automatisch in die Höhe steigen lassen. Sofort nimmt der Zuhörer die Veränderung im Stimmklang (unbewusst) wahr und bringt ihn mit hoher Emotionalität in Verbindung. Sachlich und kompetent wirkt Frau dann nicht mehr. Der Zuhörer ist eher in eine Art Alarmbereitschaft versetzt und kann die inhaltliche Ebene der Botschaft nur noch schwer aufnehmen.

Wie finde ich meine tiefe, wohlklingende Stimme? Und wie kann ich sie trotz Aufregung halten?

Soll ich etwa extra tiefer sprechen, um souverän zu klingen?

NEIN!

Wir wollen keine Männerstimme imitieren, sondern unsere Weiblichkeit in der Stimme behalten und authentisch bleiben.

Um unsere Informationsstimme zu finden, ist es hilfreich, seinen sogenannten Eigenton zu kennen. Unsere Kollegin Ingrid Amon hat hierfür den Begriff „Stimmlichen Heimathafen“ geprägt, den wir sehr passend finden. Die gute Nachricht: Den Eigenton oder stimmlichen Heimathafen benutzt Du wahrscheinlich bereits täglich. Beispielsweise wenn Du Deinem Gesprächspartner am Telefon signalisierst, dass Du noch dran bist und ihm zustimmst: „Mmmh“. Oder wenn Du genüsslich in Dein Brötchen beißt und das geschmackliche Erlebnis zum Ausdruck bringst:„Mmmh, ist das lecker!“.

Um diesen Eigenton herum sollte man die Stimme dann bewegen und lebendig werden lassen, sonst würde man sehr monoton und langweilig klingen. Wichtig ist aber, dass man immer wieder zu seinem stimmlichen Heimathafen zurück findet und die Stimme nicht „abhauen“ lässt. Dabei helfen zum Beispiel Sprechpausen. Dann klingen auch Frauenstimmen wohlklingend und verlässlich.

Mehr zum Thema „Lebendigkeit in die Stimme bringen“ gibt es demnächst.

Was sind Eure Erfahrungen mit zu hoher Stimme? Fällt Euch das selbst bei Euch oder anderen auf?

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