How to…ÜBEN!

 In Innere Haltung, Richtig Reden, Sonstiges, Stimme allgemein

Kennst Du das? Du weißt genau welche Übungen Du für Dein tägliches Sportprogramm oder Stimmtraining machen solltest. Du weißt auch, dass regelmäßiges Üben sinnvoll ist.

Zwischen Geschäftsterminen, Telefonaten und dem Treffen mit Freunden jedoch auch noch die Übungen für die Stimme unterzubringen ist eine Herausforderung. Oftmals werden die Übungen nach kurzer Zeit über vermeintlich wichtigeren Dingen vergessen. Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich die ABCD-Räume zu merken, die unsere Kollegin Ingrid Amon geprägt hat. Kurzes, aber sehr genaues Üben in folgenden Orten und zu folgenden Gelegenheiten hat sich bewährt:

A = Auto

Auf dem Weg zur Arbeit, zum nächsten Kundentermin oder zu Familie und Freunden kann man eine kleine Übungseinheit für die Stimme einschieben. Ob mit dem Korken ein paar Artikulationsübungen oder ein leichtes Summen, um die Stimme zu entspannen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aber bitte den Verkehr nicht vergessen und nicht zu ablenkende Übungen machen!!!

B = Bad

Ein kurzes Selbstgespräch oder eine Stegreifrede vor dem Spiegel oder mit der Badezimmerpflanze ist das perfekte Training, um die Flexibilität beim Sprechen zu trainieren, auf die Sprechatmung zu achten, die Pausensetzung zu üben und die Mimik zu beobachten. Der Spiegel ist der verlässlichste Sparringspartner für das Üben der guten Aussprache! Auch Emotionen in der Stimme hörbar machen und das Absenken der Stimme am Satzende kannst Du perfekt im Bad morgens oder abends üben – oder vielleicht sogar beim Vorlesen mit Kindern.

C = Klo

Auf das stille Örtchen muss jeder mehrere Male am Tag. Eine gute Gelegenheit um außer Sichtweite der Kollegen ein paar Übungen zur Haltung zu machen oder die Power Poses nach Amy Cuddy, um in eine positive, selbstbewusste Stimmung zu kommen.
Eine gute Idee ist auch, die Gelegenheit zwischendurch zu nutzen um kurz den Atem bewusst zu machen und zu entspannen.

D = Dusche

Unter der Dusche kann man die warme, feuchte Luft nutzen, um die Schleimhäute zu befeuchten und die Stimme langsam aufzuwecken. Summen, Lippen flattern, ein leises, stimmhaftes /w/ oder die Vokale singen weckt die Stimme sanft und schonend auf und Du bist beim ersten Kundentermin stimmlich schon präsent. Macht das Üben zu einem festen Ritual! Das bedeutet erstmal: Lege die Übungen fest und mache sie dann JEDESMAL, wenn Du im entsprechenden Raum seid. Also immer unter der Dusche summen, immer an der Kaffeemaschine den Bauch entspannen und die Wirbelsäule aufrichten, immer im Auto ein gut artikuliertes Selbstgespräch zum Tagesthema führen usw…

Wenn sich die Gewohnheit etabliert hat (nach ca. 30 Tagen!) könnt Ihr beginnen, die Übungen zu variieren oder neue hinzuzufügen.

Anker setzen

Es lässt sich leichter an die richtige Haltung, eine positive innere Einstellung oder eine deutliche Aussprache erinnern, wenn wir uns im Alltag sogenannte Anker setzen.

Verwendet dafür Aufkleber, Figuren, Fotos oder ähnliches, die das gewünschte Verhalten für Euch symbolisieren. Eine Superman-Figur für die aufrechte Haltung, ein Foto vom Lieblingshafen, um sich an den Eigenton zu erinnern, ein Korken, um eine deutliche Sprechweise zu trainieren…

Es ist sinnvoll den Platz der Anker nach einer Weile zu wechseln, damit sie nicht irgendwann übersehen werden.

Forscher werden

Wenn man die Stimme, das Sprechverhalten oder die (innere) Haltung nachhaltig verändern möchte, braucht man zu allererst ein Bewusstsein für die eigene Stimme und den Körper. Wann klingt meine Stimme wie? Was mache ich bereits, damit meine Stimme in bestimmten Situationen anders klingt? Wie verändert sich meine Stimme, wenn ich meine Körperhaltung ändere? Habe ich lästige Gewohnheiten im Alltag, die einen negativen Einfluss auf meine Stimme oder Stimmung haben?

Wenn Du selbst ein Bewusstsein und Gefühl dafür bekommst, kannst Du viel leichter und nachhaltiger eine Veränderung bewirken.

Eine Video- oder Tonaufnahme können dabei ein gute Unterstützung sein. Auch wenn die eigene Stimme zunächst fremd klingt, lohnt sich die Konfrontation mit der Stimme. Erstens gewöhnst Du Dich schnell an Deinen Stimmklang, zweitens bietet es eine große Chance andere Auffälligkeiten zu bemerken, die Du dann verändern kannst und drittens ist es unglaublich befreiend die eigene Stimme lieben zu lernen. Denn wenn Du Deine Stimme nicht mal magst, wieso sollten andere Menschen Deine Stimme mögen?

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