Mach doch mal nen Punkt.

 In Reden, Richtig Reden, Stimme allgemein, Vortragen

Kennst Du diese Leute, die nie einen Punkt machen? Entweder ohne Pause durchreden oder die Stimme einfach nicht absenken am Ende des Satzes?

Über beide Phänomene lohnt es sich, einen eigenen Artikel zu schreiben!! Warum Sprechpausen wichtig sind, kannst Du übrigens hier nachlesen. Über das Absenken der Stimme am Satzende erfährst Du in diesem Artikel mehr:

Probiert doch erst mal selber aus, wie es ist, wenn ihr jeden Satz wie eine Frage oder Aufzählung intoniert. Die Stimme also am Ende der Aussage nach „oben“ lenkt. Kleine Hilfestellung: Deine Hand kann die passende Bewegung dazu machen…

Zum Beispiel mit folgenden Sätzen:

Heute ist ein schöner Tag. Die Sonne scheint. Der Briefträger bringt die Post. Die Blumen riechen so gut. Der Frühling ist da. ….

Was denkst Du, was Dein Zuhörer fühlt und erwartet, wenn Du Deine Stimme nicht absenkst.

Richtig!!

Er wartet darauf, dass noch was kommt oder das eine Antwort von ihm erwartet wird. Alles wunderbar, wenn der Sprecher genau das beabsichtigt. Will er jedoch eine Aussage treffen oder Fakten vermitteln dann wird der Zuhörer schnell genervt sein und den Inhalt nur schwer aufnehmen können. Jegliche Spannung und Wirkung geht verloren. Statt kompetent und souverän wirkt der Sprecher unsicher und gehetzt.

Und wie fühlst Du Dich selbst, wenn Du mit Deiner Stimme immer nach oben gehst?

Richtig!!

Unter ständigem Druck. Man selbst hat ebenfalls das Gefühl, man müsste noch etwas hinzufügen. Damit baut sich eine Endlosschleife auf…

Wie veränderst Du diese Gewohnheit??

Zu allererst: Erkenntnis ist auch hier der erste Schritt zur Besserung. Eine kleine Vorübung hast Du eben schon gemacht, indem Du die Sätze oben laut vorgelesen hast und Deine Stimme am Satzende gehoben hast. Werde Dir bewusst, wie es sich anhört, wenn Deine Stimme nach oben geht und wenn sie sich absenkt. Nimm Dir dazu einen Zeitungsartikel oder das Buch auf Deinem Nachtisch und lese Dir selbst laut vor. Hebe beim ersten Lesen die Stimme am Ende des Satzes jedes Mal an. In den zweiten Runde kannst Du Deine Stimme vor jedem Punkt absenken.

Wenn Du den Unterschied sicher wahrnehmen kannst und beherrschst, wird sich die Absenkung der Stimme natürlich anfühlen und als neue Gewohnheit in Dein Sprechverhalten übergehen! Achte jetzt auch in alltäglichen Situationen darauf. Zunächst in Gesprächen mit Freunden und Familie, dann in Vorstellungsrunden und schließlich auch bei Präsentationen und anderen Sprechsituationen im professionellen Kontext.

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  • […] The sound of silence „Auch die Pause gehört zur Musik“ (Stefan Zweig) Pausen helfen Deinen Zuhörern, das eben Gehörte abzuspeichern und zu verarbeiten. Du selbst kannst die Pausen nutzen, um Deine Gedanken für den nächsten Abschnitt zu sammeln, Deinen Bauch zu entspannen und den Atmen zu vertiefen und unauffällig zu schlucken. Außerdem sind Pausen ein tolles Mittel, um Spannung zu erzeugen und Worten Nachdruck zu verleihen. Beachte: Moduliere mit der Stimme nach unten, wenn Du einen Punkt machst. Bleibt die Stimme oben, klingt es für Deine Zuhörer wie eine Aufzählung und sie warten darauf, dass es weitergeht. So kann niemand entspannen… Mehr dazu findest Du in diesem Artikel. […]

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