Was sind Deine Ressourcen und wie erreichst Du mit ihnen Deine Ziele? 

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Was sind Deine Ressourcen und wie erreichst Du mit ihnen Deine Ziele?

In all dem Chaos:
Bist Du Dir Deiner Ressourcen bewusst?

In so herausfordernden Zeiten wie diesen Tagen kommt es uns manchmal so vor, als würde alles um uns herum zusammenbrechen. Als wäre nichts wie vorher. Als wäre alles, was selbstverständlich schien, plötzlich in Frage gestellt. Als ob uns etwas entrissen würde, von dem wir nicht bemerkt hatten, dass wir es besaßen.

Dabei geht es uns hier natürlich vergleichsweise sehr gut, verglichen mit anderen Ländern und anderen Gesellschaften, ob zu Corona-Zeiten oder sonst. Und trotzdem gibt es eben diese Tage, an denen man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Und wie es überhaupt weitergehen kann.

Das ist sehr normal und passiert jedem schonmal, der selbstbestimmt sein Leben leben will.

Und was in diesen Phasen dann besonders wichtig ist, ist nicht den Fokus zu verlieren. Den Blick nicht nur auf die trübe, ungewisse Zukunft und die äußeren Umstände zu richten, von denen wir nicht wissen, wie sie sich entwickeln und die wir auch nicht beeinflussen können. Sondern vielmehr unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, das uns durch den Sumpf bringen wird:

Uns selbst und das, was wir haben.
Das, was wir wirklich haben.
Auf unsere inneren und äußeren Ressourcen.

Unseren Körper – über den wir allerdings immer mehr Macht verlieren, wenn wir nicht auf ihn achten.

Unsere Gedanken – die wir nur zu gern von toxischem Mediengeplapper erobern lassen.

Unsere Menschen – Freunde, Familie und Partner, die uns Kraft und Unterstützung bieten und auch mal die ein oder andere, ja so selten gewordene Umarmung.

Der Ort, an dem wir wohnen – inklusive Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten, dem nächsten Park und die Infrastruktur, uns woanders hin zu bewegen, wenn wir möchten.

Unser finanzielles Polster und unsere Arbeitsplätze, die uns versorgen – wenn das bei Dir der Fall ist. Wenn nicht, haben wir immer noch…

…uns selbst – all unsere Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente, mit denen wir anderen helfen und uns selbst versorgen können – mit einem zusätzlichen Job, falls das Geld knapp ist, zum Beispiel.

Wahnsinn, wie viel wir haben! Zumindest die allermeisten von uns. Aber sind wir dafür eigentlich dankbar? Ist uns bewusst, wie privilegiert wir sind? Wissen wir, aus welcher Fülle wir schöpfen können? In so vielen Fällen lautet die Antwort „nein“. Denn viele von uns haben sich noch nie damit beschäftigt, was sie eigentlich alles können und haben! So viele Menschen sind sich immer nur dessen bewusst, was sie gerade nicht haben – und richten ihre ganze Energie darauf, sich und ihre Mitmenschen ständig daran zu erinnern.

Aber es geht auch anders. Wenn Du Dich gerade ein bisschen wiedererkannt hast, oder einfach nicht weißt, wie Du Dir Deiner Ressourcen bewusst werden kannst, dann lies weiter.

Wir unterscheiden die inneren und äußeren Ressourcen.

Zu den äußeren Ressourcen gehören zum Beispiel Zeit, Geld und der Freundeskreis, auf den man bauen kann. Wir konzentrieren uns aber jetzt auf die inneren – denn auf die haben wir den meisten Einfluss.

Das sind unsere Talente und Neigungen, Fähigkeiten und Eigenschaften.

Es macht immer wieder Sinn, sich einmal hinzusetzen, vielleicht mit einer Person, die Dich gut kennt und einschätzen kann, und einfach einmal aufzuschreiben, was Dich auszeichnet:

Bist Du eher eine gute Rednerin oder ein guter Zuhörer? Bist Du geduldig oder stürmst Du nach vorne? Kannst Du gut mit anderen zusammenarbeiten, kannst Du organisieren, führen, zwischen anderen vermitteln? Kannst Du verschiedene Sprachen, gut mit Kindern umgehen, kochen oder backen? Mit welchen Themen kennst Du Dich gut aus – sowohl innerhalb Deines Jobs als auch privat?

Bist Du phantasievoll, pragmatisch, musikalisch, diszipliniert? Schreib alles auf, auch das kleinste Fitzelchen!

Welche Erfahrungen hattest Du in Deinem ganzen Leben schon? Welche Fähigkeiten und Eigenschaften konntest Du in ihnen stärken oder besonders gut nutzen? Schreib alle Jobs, vom Zeitungsaustragen bis hin zu Deinem ehrenamtlichen Engagement im Pflegeheim, auf.

Hast Du Ausbildungen gemacht? Ja, der Surfschein von 1995 gehört dazu. 😉

Welche Onlinekurse hast Du in letzter Zeit belegt? Wofür hast Du Dich interessiert?

Du merkst schon: Wahrscheinlich fängt es in Deinem Kopf an zu brummen… Dann mach doch kurz ein Päuschen und schnapp Dir ein Blatt Papier und einen Stift: Schreib es einfach alles mal hin!

Und dann wirst Du Dich höchstwahrscheinlich wundern, wie vielfältig und breit Deine Lebenserfahrung ist.

Du merkst: Du kannst so viel! Du hast Dich in so viele Situationen schon neu eingearbeitet und Veränderungen gemeistert.

Kannst Du auch herausfiltern, welche Aspekte Deiner Persönlichkeit Dir dabei am meisten weitergeholfen haben?

Und dann schnapp Dir noch ein Blatt.

Und Du schreibst eine lange Liste mit allem was Dir gut tut. Das sind kleine Dinge wie ein Cappuccino am offenen Fenster, ein Bilderbuch mit Deinem Sohn auf dem Sofa, frische Blumen auf dem Tisch oder ein in Ruhe zubereitetes Abendessen mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin. Wofür bist Du dankbar, jetzt gerade? Was brauchst Du regelmäßig, um den Akku wieder aufzuladen? Was könntest Du jetzt sofort tun, um Dir selbst etwas Gutes zu tun?

(Mal ehrlich: Wenn Du diese Übung gerade tatsächlich machst – dann tust Du Dir garantiert etwas sehr, sehr Gutes!)

Was braucht Dein Körper, um gesund und stark für Dich zu sein? (Nein, keine Chips!)
Welche Art der Bewegung kannst Du Dir regelmäßig gönnen (Dance Breaks zählen!)? Welche gesunden Lebensmittel isst Du besonders gern?

Welche fünf Menschen in Deinem Leben tun Dir gerade gut? Sind das auch die, mit denen Du Dich täglich umgibst? Wenn nicht – kannst Du das ändern?

Mach es Dir zu einem täglichen Ritual, Dich auf die positiven Aspekte in Deinem Leben zu fokussieren.Unser Gehirn legt per Werkseinstellung den Fokus auf das Negative – um an unsere Ressourcen zu kommen, handlungs- und entscheidungsfähig zu sein, müssen wir uns selbst stärken.

Und das geht am besten, in dem wir unsere Aufmerksamkeit sehr gezielt verteilen!

Welche Rituale und Gewohnheiten noch zu einer positiven, ressourcenorientierten Einstellung führen, darüber sprechen wir im nächsten Blog.

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