WINE & BEER-4

Was passiert in Modul 1

Du wunderst Dich wahrscheinlich, warum wir mit den Thema innere Haltung beginnen statt mit Artikulation oder Atemtechnik?! Was hat denn unser Seelenzustand bitte mit Stimmtraining zu tun…?

Hast Du schon einmal versucht, Deine Stimme und Sprechweise zu verbessern? Mit Übungen wie mimimi-mamama, Zungenbrechern, tief ein- und ausatmen? Es hat aber nichts geholfen…?

Dann geht es Dir so wie vielen, vielen anderen. Du übst und übst und wirst auch in den Übungen immer besser, aber wenn es dann in den Alltag geht, ist immer noch alles genauso wie vorher!

Frustrierend, oder?

Um das zu verhindern, musst Du ein bisschen tiefer graben als nur in Deiner Mundhöhle. 😉 Eigentlich macht unsere Stimme nämlich alles richtig. Und wenn Du Dich mal zurück erinnerst an die Zeit, als Du drei oder vier Jahre alt warst, auf dem Küchentisch standest und Reden geschwungen hast – da gab es noch keine „Probleme“ mit Deiner Stimme, oder? Du warst laut und stolz und sehr wortgewandt!
Wo ist diese Fähigkeit hin? Wann und warum ist sie Dir verloren gegangen?

Die Antwort ist: Mit Deiner kindlichen Unbeschwertheit, das Leben beim Schopf zu nehmen und Dich als KönigIn darin zu fühlen, schwindet auch der unbeschwerte Umgang mit Deiner Stimme. Wir hören immer öfter Sätze wie „Sei mal leise“, „Kannst Du das mal lieb sagen“, „Sei nicht so frech“ „Gib mir keine Widerworte“. Und gewöhnen uns ab, klar und deutlich unsere Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle zu artikulieren und unsere Stimme das tun zu lassen, wonach wir uns gerade fühlen. Wir lernen dabei, das, was uns gerade wirklich bewegt, zu unterdrücken und nicht durch die Stimme hörbar werden zu lassen.

Wenn wir das immer und in großem Maße tun, zeigt sich das im Stimmklang vor allem in zwei Extremen: Ein leiser, kraftloser, monotoner Klang mit wenig Mundöffnung oder ein gepresster, angespannter Klang, der wenig Flexibilität für Modulation zulässt.

Üben wir jetzt, die Stimme zu entspannen oder kraftvoller zu machen, klappt das in den Übungen, im Alltag greifen aber wieder die alten Konditionierungen, Glaubenssätze wie „Ich darf nicht laut sein“, „Ich sollte nicht widersprechen“, „Ich habe halt eine monotone Stimme“ etc. übernehmen die Führung und wir „können nicht aus unserer Haut heraus“.

Darum: Während Du Übungen machst, die Deine Modulationsfähigkeit oder Aussprache verbessern oder Deinen Stimmklang kräftigen: Horche in Dich hinein und überprüfe, was die Ursachen für diese schlechten Angewohnheiten sein können!
Verändere Deine Gewohnheiten, damit Dein Stimmtraining die größtmögliche Auswirkung haben kann!

Die Übungen in diesem Modul helfen Dir dabei und sind auch dazu geeignet, immer wieder mal wiederholt zu werden, wenn Du das Gefühl hast, Du kannst sie nochmal gebrauchen…

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