Perfektionierst Du noch oder scheiterst Du schon?

 In Fähigkeiten, Gehirn, Gesang, Innere Haltung, Music, Selbstbewusstsein, Singen, Singen, Soft Skills, Sonstiges

von Ina Hagenau

PERFEKTIONISMUS

“Ich will aber keine Fehler machen, ich bin halt Perfektionist:in.” Oh-oh… Damit kommst Du nicht weit, wenn es darum geht, Singen zu lernen. Scheitern ist unvermeidlich, wenn wir etwas Neues lernen wollen. Ohne Fehler zu machen, hinzufallen und wieder aufzustehen, abzubrechen und neu zu beginnen, bleiben wir da wo wir schon sind: In unserer Komfortzone und in der Stagnation.

Ganz oft hält uns unser Perfektionismus beim Singen davon ab, Neues auszuprobieren und/oder Risiken einzugehen.

Wir könnten ja einen falschen Ton singen oder zwei.

Unsere Stimme könnte brechen oder kieksen.

Oder es könnte gar kein Ton rauskommen. 😱

Wir könnten aber auch denken: So laut? Was ist wenn mich jemand hört? Oder es zu anstrengend für meine Stimme ist? Oder, oder, oder…

Wenn Du hier schon länger mitliest, weißt Du vielleicht, was jetzt kommt: Diese Risiken sind eigentlich keine. Zumindest für die meisten von uns, in den allermeisten Situationen.

Wir führen ja schließlich keine Operation am offenen Herzen durch, sondern singen nur.

 

VON RISIKEN UND CHANCEN

Wo sie tatsächlich ein reales Risiko wären: Auf der Bühne. In der Auftrittssituation. Da ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen, um sich nicht zu blamieren, um konzentriert zu sein, wenig Fehler zu machen, um sich und die Mitmusiker nicht rauszubringen, um das Publikum zu entspannen und genießen zu lassen. Und auch selbst entspannter zu sein!

Was ist also das Problem?

Du vermischst die Situationen!

Beim Üben darfst Du nicht in einem Sicherheitsmodus sein wie auf der Bühne. Im Sicherheitsmodus machen wir nur das, von dem wir wissen: Das kann ich. Das funktioniert. Tausendmal gemacht.

Wenn wir das beim Üben auch so handhaben, dann machen wir natürlich auch nur  das, was wir schon immer gemacht haben.

Was wir eh schon können.

Und wir verpassen die Chance, etwas Neues zu lernen. Weil wir uns nicht trauen, zu scheitern.

Aber Neues auszuprobieren birgt nunmal die große Wahrscheinlichkeit, zu scheitern!

Nur so wachsen wir! Nur so erweitern wir unseren Erfahrungsschatz, unsere Komfortzone, unsere Fähigkeiten.

ÜBEN, SCHEITERN, ÜBEN, TRIUMPHIEREN

Mache Dein Üben zu einem Versuchslabor, in dem Scheitern an der Tagesordnung ist – wie auch immer das für Dich aussieht.

Zu laut, zu viel, zu wenig, zu tief oder hoch, zu schmalzig, zu schnell, zu wenig Luft, zu viel… Such Dir was aus.

Wo willst Du wachsen, Dich weiterentwickeln? Stell Dir eine Aufgabe und scheitere genüßlich.

Je öfter Du es versuchst, desto öfter wirst Du nicht scheitern.

Quantität bringt Qualität – unweigerlich.

Was hast Du in dieser Woche zum ersten Mal gemacht?

Deine Ina

 

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