Wie war Dein Sing-Jahr 2021? 

 In Gesang, Innere Haltung, Singen, Sonstiges

von Ina Hagenau

 

“Wer keine Vergangenheit mehr hat, der hat auch keine Zukunft.” 
Michael Ende

 

Bilanz ziehen ist wichtig und hilft uns, unser Tun in Perspektive zu bringen – auch beim Singen!

 

ZEIT FESTHALTEN

Wie kann es sein, dass das Jahr schon wieder vorbei ist?
Neulich habe ich in den sozialen Medien einen Kommentar einer Kollegin gelesen, der irgendwie so ging:
“Immer wenn ich an letztes Jahr denke, meine ich eigentlich 2019.”
Geht Dir das auch so?
Die Zeit vergeht gefühlt schneller, wenn viel passiert, sich viel verändert. Gleichzeitig scheint sich die Vergangenheit immer weiter zu entfernen.

Ein seltsames Ding, die Zeit.
Um jetzt nicht völlig in philosophische Abgründe zu rutschen, lass uns die Zeit doch einfach festhalten.

Ich bin ja selten für das Festhalten, sicher nicht beim Singen. Aber manchmal ist es gut, dieses Gefühl zu lindern, dass uns die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt,
all unser Tun bedeutungslos und vergänglich ist und waaaaah, dann ist auch noch quasi morgen Weihnachten.

 

REVUE PASSIEREN

Ich liebe es, mir im Dezember Zeit zum Reflektieren zu nehmen. Ich mache das auch jeden Monat und manchmal auch am Ende der Woche, aber am tollsten ist doch eigentlich die “große” Reflexion am Ende des Jahres. Ich lasse nochmal Meilensteine und besondere Ereignisse Revue passieren (dabei helfen mir meine monatlichen Reflexionen sehr, mich zu erinnern!).
Ich überlege, wie ich meinen Zielen näher gekommen bin, was ich gelernt habe über mich, die Welt und die Menschen darin. Ich ziehe Bilanz, ich schreibe auf, wofür ich in diesem Jahr besonders dankbar war und bin, ich nehme die wichtigsten, unterstützendsten Menschen in meine Hall Of Fame auf und feiere meine Erfolge, große und kleine.

 

DISKREPANZ VON ZIELEN UND WERTEN

Ich schaue aber auch, wo es Konflikte gab: In der Diskrepanz zwischen meinen Zielen und Werten und auf der anderen Seite dem Alltag, der Realität. Zwischen mir und anderen Menschen.
Was hatte ich mir vorgenommen? Was habe ich davon nicht erreicht und warum?
Möchte ich diese Ziele weiter verfolgen oder sind sie mir nicht wichtig genug?

Dieser Prozess dauert oft einige Tage – ich hab ja auch noch anderes zu tun. 🙂
Und am Ende habe ich meine persönliche Chronik des vergangenen Jahres vor mir liegen und bin jedes Mal stolz und überrascht, was alles war.
Wie viele Projekte ich gestartet habe und meistens auch beendet. Wie ich persönlich mich entwickelt habe.

Was meine Hobby-Phasen waren (Hobbies passieren bei mir meistens in Phasen, nach ein paar Wochen verliere ich das Interesse, aber bis dahin hab ich schon ordentlich solides Halbwissen angehäuft…)

 

BETRIEBSBLIND IM PROZESS

Und weil ich weiß, dass das Singen lernen oft ein Prozess ist, der besonders anfällig ist für Betriebsblindheit, noch mehr als das Leben selbst, empfehle ich Dir:
Reflektiere Du doch mal Dein Singjahr!

Gab es Zeiten, in denen Du besonders gut vorangekommen bist und viel gesungen hast?
Woran lag das?
Welche Stücke hast Du gesungen, und welche fandest Du besonders cool? Wie bist Du an ihnen gewachsen?
Welche Ziele hattest Du Dir gesetzt (wenn überhaupt)? Welche davon hast Du erreicht, welche aus den Augen verloren, an welchen hast Du Dir die Zähne ausgebissen?

Schreib es auf! Wer schreibt, der bleibt!
Besonders cool, wenn Du in einem Jahr drauf guckst und dich nochmal freuen kannst…!

 

NÄCHSTER SCHRITT- ZIELE SETZEN

Nächste Woche machen wir dann den nächsten Schritt: Ziele überlegen.
Und wenn Du magst, kannst Du Dich auch schon für meinen Onlineworkshop am 15. Januar 2022 anmelden:
Da setzen wir gemeinsam Deine Singziele für das Jahr 2022
– denn natürlich gibt es Blogartikel, die man sich durchliest, auf der einen Seite – und Zeiten in denen man das ganze auch tatsächlich zu Papier bringt und in die Umsetzung kommen muss! 🙂

 

Ich wünsche Dir ein besinnliches Weihnachtsfest.
Deine Ina

 

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